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| GESCHICHTE |
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| TWIN PIONEER |
Eine
Rarität am Schweizer Himmel (3)
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Rund 17 Jahre
lang diente der Twin Pioneer HB-HOX der Schweizerischen Grundbuchvermessung als
Fotoflugzeug
Lange Karriere bei der
Grundbuchvermessung
Die zweite Schweizer Beziehung zum Twin Pioneer dauerte wesentlich länger.
Nachdem die schweizerische Grundbuchvermessung 1957 ihren Percival P54 Survey
Prince durch einen tragischen Unfall verloren hatte, bot sich die
STOL-Maschine, die extrem langsam fliegen konnte, geradezu als Ersatz an. Am 4.
Oktober 1959 wurde das neue Flugzeug als HB-HOX im schweizerischen
Luftfahrzeugregister eingetragen und in Dübendorf stationiert. Fortan zog
es bei schönem Wetter seine Runden über der Schweiz, um die für
die Kartographie nötigen Fotos zu liefern. Im Juni 1976, nach 2459
Flugstunden, ging der Twin Pioneer in Pension. Eine grosse Revision stand an,
und die Beschaffung von Ersatzteilen war schwierig geworden. Zwei Jahre
später kam der letzte Flug: von Dübendorf nach Alpnach lautete der
Flugauftrag. Dann ging's auf den See. Auf einem speziell konstruierten Floss
reiste der unterdessen fast zwanzigjährige Oldtimer über den
Vierwaldstättersee zum Verkehrshaus der Schweiz. Dort, in der Gesellschaft
von DC-3 und Coronado, schien der Twin Pioneer am richtigen Ort.
Doch es kam anders. Das Verkehrshaus wollte sich vom altehrwürdigen
Vermessungsfotografen trennen. 1983 gelangte er nach Sion, wo Enthusiasten das
Flugzeug restaurieren und nachher damit Passagier-Rundflüge
durchführen wollten. Doch Zeit, Geld, eiserner Wille und Ausdauer fehlten,
um das Projekt zu einem guten Ende zu führen. So lagert das teilweise
zerlegte Flugzeug bis heute im Freien und zerfällt immer mehr.
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