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Der 1995
gebaute Lancair 320 HB-YFV verfügt über ein Lycoming O-320-D1F
Triebwerk Selber ein Flugzeug bauen stellt hohe Anforderungen Das RSA entstand 1963 in der Westschweiz in Anlehnung an die französische Organisation der Eigenbau-Amateure. Im Laufe der Zeit strahlte die Vereinigung auf die Deutschschweiz aus, und heute sind rund dreiviertel der 563 Mitglieder Deutschschweizer. Etwa 130 Experimentals sind gegenwärtig zugelassen und über 210 Projekte sind in verschiedenen Stadien im Bau. Erfahrungsgemäss wird nur jedes fünfte angefangene Flugzeug auch wirklich fertig gebaut. Viele Leute überschätzen sich und unterschätzen den Aufwand, der für die Erreichung des Zieles nötig ist. Es braucht ein Baulokal (z.B. eine Garage oder ein Zimmer), etwas handwerkliches Geschick (ohne gleich ein Champion sein zu müssen) und vor allem einen grossen Willen, um das Projekt zu einem guten Ende zu führen. Was es auch braucht, ist Geld. Dabei gibt es sehr grosse Unterschiede. Zwischen einem einfachen Kit-Modell und einem Hochleistungs-Experimental liegen Welten. Ganz wichtig ist schliesslich die Unterstützung durch die Familie, sei es durch aktives Mitwirken oder durch Toleranz. Denn ein Experimentalprojekt ist äusserst zeitaufwendig. Zukunftsperspektiven und Visionen Das jährliche Treffen der Amateur-Flugzeugbauer soll mehr Ausstrahlung bekommen. Die Bevölkerung soll sehen, dass Flugzeue bauen und damit zu fliegen Spass macht, dass es nicht ein exklusiver Verein ist, dass das Mitmachen jedem offen steht. Gewonnen werden sollen insbesondere die Jungen. Sie sollen erleben können, was Freude bedeutet. Sie lassen sich für eine Sache begeistern. Warum nicht auch für den Flugzeug-Eigenbau? Da will das RSA in Zukunft vermehrt wirken. Sorgen bereitet dem RSA ganz generell das immer dichter werdende Netz von Vorschriften und Verboten. Dazu ein, vielleicht ketzerischer, Gedanke von Hans Georg Schmid zum Thema Lärm. Er muss reduziert werden wo immer möglich, dahinter steht auch das RSA. Aber statt noch mehr Verbote, Vorschriften und Gesetze auszuarbeitten könnte man zum Beispiel das entsprechende BUWAL-Budget halbieren und die zweite Hälfte für die Lärmforschung bei der ETH bereitstellen. Möglicherweise hätte man dann ein paar Verbote weniger und gleichzeitig auch gleich den Grund für diese Verbote vom Tisch. Wer wollte da nicht Hand bieten? Willkommen auf den Flugplätzen Keine Probleme mit den Selbstbauern haben die Fluplätze. René Vetterli, Flugplatzchef auf im Birrfeld, erklärte, man merke, dass hinter der Gilde der Eigenbauer das RSA stehe. In der Phase der Testflüge bis zur Abnahme durch das BAZL würde der Flugplatz jeweils im voraus über die beabsichtigten Versuche orientiert. Nach Erteilung der Lufttüchtigkeit unterschieden sich die «Selbstgestrickten» in keiner Art und Weise von den übrigen Maschinen, sie seien im normalen Betrieb integriert. Auf die Frage, was er sich von den Eigenbauern wünsche, erklärte Vetterli: «Sie sollten sich immer des Lärmproblems bewusst sein. Das wissen sie aber selber auch.» Ganz ähnlich tönt es von Urs Rupp, Flugplatzchef in Grenchen, wo eine ganze Eigenbau-Gruppe zu Hause ist. Weder bezüglich Lärm noch Sicherheit gebe es Probleme. Die Gruppe sei integriert und pflege auch gute Querverbindungen zur den übrigen Flugzeugbetreibern. «Auch auf einem kontrollierten Platz wie bei uns sind Eigenbau-Flugzeuge willkommen» muntert Urs Rupp die Piloten auf, auch mit nicht dort stationierten Maschinen Grenchen einen Besuch abzustatten. |
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