THEMA
LUFTWAFFE

Die Luftwaffe blickt in die Zukunft (3)
 
Luftwaffe
Verkleinerte Tiger-Flotte ab nächstem Jahr
Beschaffungs- Priorität im Bereich Aufklärung
Reduzierte aber qualitativ verbesserte Heli-Flotte
Bedarf an Miltärtransporter
Fliegerabwehr mit Schwerpunkt Lenkwaffen
 
Hercules Wunschtraum für die Zukunft: C-130J Hercules, hier während einer Demonstration auf dem Flughafen Bern-Belpmoos

Bedarf an Militärtransporter
Für Einsätze im Rahmen der Friedensförderung, zum Beispiel für humanitäre Aktionen sowie der Katastrophenhilfe, stehen neben den Super Pumas nur Flugzeuge mit sehr kleinen Transportvolumen zur Verfügung. Die Luftwaffe kann wohl die drei Flugzeuge Falcon 50, Lear Jet und Super King Air einsetzen, eine Transportkapazität von mehr als 3 Tonnen und über längere Distanzen ist aber nicht vorhanden. Der Transport von Material und Hilfsgütern, Logistik etc. setzt ein Flächenflugzeug mit robuster Zelle und Heckladerampe voraus. Ohne ein Militärtransportflugzeug wäre die humanitäre Hilfsmission in Albanien nicht durchführbar. Die Einmietung einer spanischen Transportmaschine CN-235 bezeichnet Obert Neuenschwander als Glücksfall, denn die Luftwaffen Europas und der USA verfügen normalerweise nicht über genügend Lufttransportkapazität. Erste Erfahrungen mit dem CN-235 seien bisher sehr positiv verlaufen. Die bis heute durchgeführten 50 Flüge mit 77 Tonnen Transportgüter hätten sicher dazu beigetragen, das notwendige Wissen innerhalb der Luftwaffe aufzubauen. Neben zweimotorigen Maschinen sei auch eine spätere Beschaffung von grösseren Maschinen zu prüfen, wie zum Beispiel die neue amerikanische Hercules C-130J, die über eine grössere Reichweite und Nutzladung verfügen. Ein Flottenmix wäre wohl die optimalste und zukunftsgerichtete Antwort auf die stets steigenden und in den Anforderungen sehr unterschiedlichen Bedürfnissen.

Fliegerabwehr mit Schwerpunkt Lenkwaffen
Langfristig soll auch die Fliegerabwehr mit kleineren Beständen, dafür hoch mobilen Mitteln, ihren Auftrag erfüllen. Der Trend zeige ein Schwergewicht bei den Fliegerabwehr-Lenkwaffensystemen. In der Planung sei im Zeitraum 2003-2006 ein sogenanntes Flugzeug- und Flugkörperabwehrsystem, das auch Cruise-Missiles-Abstandswaffen und taktische Boden-Boden Lenkwaffen wirksam bekämpfen müsse, erläutert Beat Neuenschwander. Ein Einsatz gegen ballistische Boden-Boden-Lenkwaffen werde jedoch mit diesem System solange nicht möglich sein, als dieses nicht in ein kontinentales, satellitengestützes Abwehrsystem eingebunden werden könne. Diese Aufgabe sei nur im Rahmen einer internationalen Kooperation lösbar.

 


 
     
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