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Die veralteten 16 Mirage IIIRS Aufklärer sollen
möglichst rasch ersetzt werden - am vernünftigsten durch
aufklärungsfähige F/A-18 Verkleinerte Tiger-Flotte ab nächstem Jahr «Auch bei der Luftwaffe wird eine deutlich Reduktion der Anzahl Flugzeuge mit einer qualitativen Verbesserung einhergehen. Dabei wird künftig der Mehrrollenfähigkeit eines neuen Jets spezielles Gewicht beigemessen» erklärt Oberst Neuenschwander. Kampfwertsteigerungs-Programme an Systemen der älteren Generation könnten daher keine zukunftsgerichtete Lösung sein, was jedoch nicht heissen dürfe, technische Verbesserungen in Einzelbereich auszuschliessen. Sogenannte Werterhaltungsmassnahmen müssten im Einzelfall geprüft und wenn notwendig auch weiterhin durchführbar sein. Auf jeden Fall sei nicht vorgesehen, die F-5 E/F Flotte nachzurüsten, wie es andere Luftwaffen ins Auge fassen. Die Umrüstung des Tigers als Erdkämpfer sei vor einigen Jahren wohl geprüft, wegen Kosten/Nutzen-Überlegungen (Wachstumspotential, Struktur etc.) aber nicht realisiert worden. Eine Reduktion der F-5-Flotte von heute 101 auf 85 Flugzeuge sei im nächsten Jahr vorgesehen. Dieser Flottenabbau erfolge durch die Reduktion um zwei operationelle Tiger-Staffeln 11/18, zudem werde die Fliegerstaffel 16 nur noch als Ausbildungstaffel eingesetzt. Ab 2010 bis zum Lebensende (etwa 2016) ist geplant, nur noch einen kleinen Bestand von 25-30 Tiger F-5E/F für die taktische Grundausbildung auf Kampfflugzeugen einzusetzen. Dafür eignet sich das Flugzeug ausgezeichnet. In der langfristigen Planung gehe es darum, die Kampfflugzeugflotte von heute 190 Flugzeugen auf eine Gesamtflotte von rund 60-70 Flugzeugen der Generation F/A-18 und jünger zu reduzieren, ergänzt der Planungschef.
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| Beschaffungspriorität im Bereich Aufklärung Die Realisierungs- respektive Reduktionsschritte richteten sich nach den Möglichkeiten von Beschaffungstranchen, mit erster Priorität im Bereich Aufklärung, erläutert Oberst Neuenschwander. Geprüft werde zur Zeit der Ersatz der Mirage III RS. Mit einer zusätzlichen Staffel F/A-18 Hornet mit Aufklärungsfähigkeit könnte die Flottenvielfalt reduziert und somit die veraltete Mirage ausgemustert werden. Die Zeit drängt, denn die Fertigung der Hornet läuft im nächsten Jahr aus. Das Nachfolgemodell Boeing F-18E/F Super Hornet (die Flugerprobung begann 1995, die US Navy übernahm 1998 die erste von 548 geplanten Maschinen) besitzt zwar dieselbe Konfiguration wie ihr Vorgänger, ist aber deutlich grösser und völlig neu konstruiert. Quo vadis Luftwaffe? Vorausgesetzt, dass die Luftwaffe im Rahmen von «Armee XXI» (Armee des 21. Jahrhunderts) auch weiterhin ihre wichtigen Aufgaben zu erfüllen hat, sind im Zeitraum 2007-2010 zwei bis maximal drei Staffeln eines neuen Kampfflugzeuges für die Rollen Luftverteidigung/Aufklärung/Operatives Feuer zu beschaffen. In Frage kommen einige potentielle Muster, die bereits heute fliegen, wie der jetzt auch als Typhoon bezeichnete Eurofighter, der schwedische Saab-Gripen, der eine ausgezeichnete Mehrrollenfähigkeit besitzt, oder die französiche Rafale. Der neue amerikanische Superfighter mit Stealth-Eigenschaften Lockheed Martin F-22 Raptor dürfte wohl zu teuer sein, während der futuristische Allround Fighter JSF frühestens gegen Ende des nächsten Jahrzehnts in den Einsatz geht. So verbleibt auf dem amerikanischen Markt noch die Boeing F-18 E/F Super Hornet, eine mögliche Nachfolgerin der bewährten Serie F/A-18.
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Reduzierte aber qualitativ verbesserte Heli-Flotte Wie im Bereich der Kampfflugzeuge sieht die Luftwaffenplanung vor, die Heli-Gesamtflotte zu reduzieren aber gleichzeitig qualitativ zu verbessern. Mit diesen Massnahmen wird eine Erhöhung der Transportkapazität mit erhöhter Einsatzflexibilität (Tag, Nacht, Infrarot, Selbstschutz, leichte Bewaffnung) erzielt. Mit der Genehmigung des Rüstungsprogramms 98 wird nun die Super-Puma-Flotte fast verdoppelt, und kann damit zusammen mit den Alouette III die Anforderungen der Armee für den Transport eines verstärkten Bataillons innerhalb einer Stunde erfüllen. Diese Beschaffung ermöglicht es der Luftwaffe, verschiedene Lufttransportaktionen im In- und Ausland durchzuführen. Zwei wesentliche Elemente, der passive Selbstschutz und die Bewaffnungsmöglichkeit eines Teils der Transporthelikopter, werden in einem zweiten Schritt zur realisieren sein. Als Schritt in die Zukunft bezeichnet Oberst Neuenschwander die geplante Beschaffung und Einführung einer Staffel bewaffneter Transporthelikopter (Mehrzweckheli), Zeitraum 2003-2006). Damit könnte der politische und militärische Handlungsspielraum wesentlich erweitert werden. Gleichzeitig würde das Gros der dannzumal 40jährigen Alouette III ausscheiden. Mit einem Restbestand von ca. 25 Alouette III dürfte dann die Grundschulung weitergeführt werden bis zu einem späteren Entscheid über die Art der Helikopter-Grundausbildung in der Schweiz. Gegebenenfalls müsste im Zeitraum 2006-2010 ein kleiner Schulungs- und Verbindungshelikopter beschafft werden. |
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