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![]() Thomas Frey: «Erfolg ist eine Frage der Erfahrung, der mentalen Einstellung von Wissen und Gespür» Sicherheit steht über allem Daniel und Thomas Frey sagen von sich, sie seien an einem Punkt angelangt, wo sie selbst bei mittelmässigen Wetterbedingungen einen «anständigen» Flug unternehmen könnten. Einfach einsteigen, losfliegen und sicher zurückkehren, wenn anderen die Thermik fehlt. Diesen Punkt allerdings siedeln beide nicht allzuhoch an auf dem Barometer des Könnens. Zu gut wissen sie, wie nahe gerade in einem Wettbewerb Erfolg und Aussenlandung sind. Auch sie sind sich nie ganz sicher, ob sie die aktuellen Gegebenheiten ideal nutzen können. Der Reiz des Ungewissen ist eine Faszination der Segelfliegerei - wenn auch das Ziel immer ist, nach Hause zu kommen.
Über allem steht immer der Sicherheitsaspekt. «In der Luft sind wir in einem Medium, in dem wir nichts zu suchen haben», weiss Daniel Frey, «entsprechend vorsichtig müssen wir darin umgehen.» Will heissen: Die Risiken müssen genau kalkuliert sein, die eigenen Grenzen setzen die oberste Limite. So definiert Thomas Frey Flugerfahrung als Summe aller heiklen Situationen, die ein Pilot überstanden und als solche erkannt hat. Einmalige Art der Fortbewegung «Der genialste Entscheid in meiner Karriere» nennt es Thomas Frey: Nach der FVS und der Flieger-RS hatte er sich für die Helikopter entschieden. Weil er gespürt habe, dass Helikopter-Fliegen näher beim Segelfliegen liege als Jets. Die Helikopter-Fliegerei war es, die ihm die wichtigen Einblicke in die Gebirgs-Thermik bot. Im Helikopter spürte er die Auf- und Abwinde entlang der Hänge - und zog daraus Schlussfolgerungen für den Segelflug. Nicht nur wegen dieser wertvollen Erfahrungen ist Thomas Frey froh, sich damals für die Alouette entschieden zu haben. «Es macht Riesenspass - ich geniesse dieses Privileg sehr», sagt er noch dazu. Auch Daniel Frey hat Erfahrungen in anderen Sparten der Fliegerei. Allerdings nur als Mittel zum Zweck: «Ich steige nur in Motorflugzeuge, um damit Segelflieger zu schleppen.» Er sucht das Andere an der Fliegerei. Ihn fasziniert weniger die technische, verfahrens-orientierte Fliegerei als die Schönheit der Natur. «Den Jura hinabgleiten und gegen Abend inmitten eines wundervollen Sonnenuntergangs nach hause fliegen ist von atemberaubender Schönheit», schwärmt er, «diese dreidimensionale Art der Fortbewegung in den Bergen ist unvergleichlich.» Die Freude an der Segelfliegerei steht im Vordergrund und beherrscht doch nicht das Leben. Diese Freude wollen sowohl Thomas wie Daniel Frey weitergeben. Dank ihres Erfolges haben sie die Randsportart Segelflug vor allem in der lokalen Presse bekannter gemacht - mit positiven Folgen: Die Segelfluggruppe Olten kennt keine Nachwuchsprobleme. In ihrer Arbeit für den Verein - Daniel als Präsident und Thomas als Cheffluglehrer - wollen sie das weitergeben, was sie selbst erfahren haben: «Wir waren stets gut behütet und wurden gefördert», sagen sie. Für das Vertrauen, das ihnen entgegengebracht wurde, sind sie noch heute dankbar. Und dafür wollen sie sich jetzt revanchieren. |
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