THEMA
EUROAIRPORT

Der EuroAirport im Ausbau (3)
 
EuroAirport
Startschuss 1997
Die Kostenteilung
Vom Sternenfeld nach Blotzheim
 
Y Der ypsilonförmige Andockteil dürfte zum Wahrzeichen des neu gestalteten EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg werden

Die Kostenteilung
Die Gesamtkosten von 1,535 Milliarden Französischer Fran ken (379 Millionen Schweizer Franken) werden wie folgt getragen: 333 Millionen französische Franken selbst erwirtschaftete Mittel, 540 Millionen französische Franken Beiträge der öffentliche Hand, 602 Millionen französische Franken Darlehensaufnahme und 60 Millionen französische Franken privater Investoren wie Crossair und anderen.
 
Den Schweizer Beitrag übernehmen die beiden Kantone Basel-Stadt und Baselland mit je 33,35 Millionen Schweizer Franken (270 Millionen französische Franken). Beide Stände haben bekanntlich am 12./13. Juni den entsprechenden Kreditvorlagen zugestimmt. Am Boden des EuroAirports Basel-Mulhouse-Freiburg liegt also etwas in der Luft: Es wird der Himmel auf Erden gebaut…

 
Vom Sternenfeld nach Blotzheim
DC-3 Am 8. Mai 1946 eröffneten Air France und Swissair gemeinsam mit je einer DC-3 den neuen Flughafen
Der erste Flugplatz Basels befand sich auf dem Sternenfeld (Gemeinde Birsfelden), wo sich heute ein Teil der Basler Rheinhäfen befindet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste der viel zu kleine Flugplatz zugunsten der Rheinhäfen und des Kraftwerkbaus aufgegeben werden.
In drei Monaten ein neuer Flugplatz
Platzprobleme in der Nordwestschweiz bewogen die schweizerischen Behörden, sich im benachbarten Ausland umzusehen. So kam es, dass in der Gegend der elsässischen Gemeinde Blotzheim eine genügend grosse Fläche für den Bau eines künftigen Basler Flughafens gefunden wurde. Aufgrund mündlicher Abmachungen zwischen dem französischen Minister für öffentliche Arbeiten J. Moch und dem Basler Regierungsrat G. Wenk wurden im Frühling 1946 gemeinsam innerhalb von nur drei Monaten provisorische Pisten und Bauten erstellt, so dass der Linienverkehr bereits am
8. Mai desselben Jahres durch die Swissair und Air France eröffnet werden konnte. Die rechtsgültige Form erhielt der Flughafen Basel-Mulhouse am 4. Juli 1949, als der Staatsvertrag über den Bau und den Betrieb des Flughafens unterzeichnet und am 25. November 1950 ratifiziert wurde. Weitere Meilensteine waren 1953 die Fertigstellung der definitiven 2370 Meter langen Nord/Süd-Piste und der 1600 Meter langen Ost/Westpiste mit den entsprechenden Rollwegen und Abstellflächen. Im selben Jahr erfolgte auch die Einrichtung der zollfreien Zufahrtsstrasse ab Basel.
Definitive Bauten
1962 bewilligten die Basler Stimmbürger im zweiten Anlauf den Kredit für die neuen Hochbauten, wobei zuerst im Frühjahr 1967 die Werftanlagen dem Betrieb übergeben werden konnten. Bis Mai 1970 folgten auch die Frachtanlagen und das Passagierterminal mit dem markanten Tower. Zum 30. Bestehen des Flughafens stimmte das Basler Volk wiederum erst im zweiten Anlauf der Verlängerung einer Verlängerung der Nord/Südpiste auf 3900 Meter zu, welche im Dezember 1979 der Bestimmung übergeben werden konnte.
Ab 1987 wurde begonnen, die Abstellflächen und Gebäulichkeiten aus dem Jahre 1970 den gestiegenen Bedürfnissen entsprechend zu vergrössern und umzubauen. Kernstück war dabei das Fingerdock mit seinen beiden Fluggastbrücken sowie die komplette Umgestaltung des gesammten Passagiergebäudes.



 
     
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