THEMA
EUROAIRPORT

Der EuroAirport im Ausbau (2)
 
EuroAirport
Startschuss 1997
Die Kostenteilung
Vom Sternenfeld nach Blotzheim
 
Halle Die Innenseite des neuen Flughofes wirkt grosszügig und wird lichtdurchflutet sein

Startschuss 1997
Die nun angelaufenen Ausbauten begannen bereits 1997, als die Zahl der Flugzeugabstellplätze und die dazugehörenden Rollwege der neuen Verkehrsentwicklung entsprechend für 20 Millionen Schweizer Franken angepasst und vergrössert werden mussten. 1998 wurde der Frachthof für weitere fünf Millionen Schweizer Franken neu organisiert und optimiert. Seit Mitte 1998 wird auch an einem neuen Werkhof gearbeitet, welcher nach seiner Fertigstellung neben der Flughafenfeuerwehr auch der Gendarmerie sowie den Werkdiensten für die Wartung der zahlreichen flughafeneigenen Motorfahrzeuge dienen wird. Für diese komplexe Anlage wurden kurzfristig weitere 33 Millionen Schweizer Franken zur Verfügung gestellt.
 
Um allerdings den Gesamtausbau auf eine tragbare «finanzielle Schiene» zu bringen, wurde im Januar 1998 eine neue Zusammenarbeits-Vereinbarung zwischen dem Bund und den Kantonen Basel-Stadt und Baselland getroffen. In diesem Abkommen werden die Rechte und Pflichten der beiden Kantone neu geregelt, verknüpft mit einem erstmaligen Mitspracherecht des Kantons Baselland, der sich zukünftig mit jeweils 50 Prozent an den schweizerischerseits zu leistenden Ausbaukosten des EuroAirports beteiligen wird.
 
Vier Schwerpunkte
Das nun laufende «Ausbauprojekt 1998 bis 2004» wurde am 30. Dezember 1997 durch die Präfektur des Departements Haut-Rhin bewilligt und am 11. September 1998 durch den binationalen Verwaltungsrat des Flughafens abgesegnet. Es umfasst die folgenden vier Schwerpunkte:
 
1999 bis 2000: Bau des ypsilonförmigen Fingerdocks als zentrale Idee des Gesamtprojekts sowie Ausbau der Parkplatzanlagen, inklusive Zufahrt Nord von Frankreich her. Im Klartext heisst das: Insgesamt 800 Parkmöglichkeiten (je die Hälfte im französischen und Schweizer Sektor) in gedeckter, unmittelbarer Nähe des Flughafengebäudes. Diese Massnahme steigert die Kapazität des EuroAirports von 1,8 auf 3,8 Millionen Passagiere jährlich. Die Nutzfläche des Fingerdocks beträgt 16000 m3, die maximale Länge bis an das Ende eines Schenkels 180 Meter, wovon 80 Meter mit Rollband versehen sind. Im Herbst 1999 wird zudem eine Autoservice-Stelle eröffnet und vier weitere, provisorische Ausgänge (Gates South III) im südlichen Bereich dem Betrieb übergeben.
 
2000 bis 2001: Im französischen Nordsektor wird die Schalterhalle vergrössert und den heutigen Standards angepasst. Die Räume werden moderner, grosszügiger, heller und leichter begehbar gestaltet. Verschiedene Restaurants, Bars, Geschäfte und Boutiquen sollen zum Verweilen einladen und helfen, den Aufenthalt auf dem EuroAirport zu verkürzen. Ausserdem werden die Parkplatzanlagen und Zufahrten auf der Schweizerseite vergrössert, respektive verbessert. Die Ost/Westpiste wird um 220 Meter Richtung Westen verlängert. Dies hat den Vorteil, dass viermal mehr Starts über wenig besiedeltes Gebiet möglich sein werden und die Flugbewegungen besser verteilt werden können.
 
2001 bis 2002: Innnenausbau des ypsilonförmigen Fingerdocks. Auch hier wird grösster Wert auf ein gepflegtes Interieur und eine gute Atmosphäre gelegt. Das heutige Hauptgebäude erfährt eine totale Renovation und wird vollständig in den Neubau integriert.
 
2002 bis 2004: Im Jahr 2002 fällt der Startschuss für den Ausbau des Südsektors. Architektonisch wie der Nordsektor angelegt, wird auch die Gestaltung des südlichen Teils von Licht und Transparenz geprägt sein. Lange, hohe Fensterfronten bestimmen das Bild und ermöglichen den Passagieren und Besuchern, im visuellen Kontakt mit dem Geschehen auf dem Flughafen zu bleiben: Alle sehen immer, was draussen bei den Flugzeugen geschieht.



 
     
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