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Kurznachrichten vom 1.4.00 bis 30.4.00
 
  Swisscontrol neu im Internet, Lufthansa mit Ticket-Auktionen
(Genf pd) Swisscontrol präsentiert sich seit kurzem im Internet. Sie will damit die Dienstleistung Flugsicherung, welche von der Öffentlichkeit wenig beachtet und verstanden wird, auf einfache Art erklären. Junge Menschen und Fachleute erhalten zudem Informationen über Flugsicherungsberufe und Ausbildung, Stellenangebote und spezifische Dienstleistungen. Lufthansa bietet auf der Schweizer Homepage erfolgreich Ticket-Auktionen an. Ausserdem kann man 24 Stunden online buchen, den Flugplan einsehen und erhält alle erdenklichen Informationen über die Lufthansa und ihre Partner. Zu beiden Unternehmen finden Sie über die Werbebanner auf unserer Homepage.
(30.4.2000)
  SAir nicht interessiert
(Amsterdam sda) Die KLM Royal Dutch Airlines hat sich aus der Partnerschaft mit der italienischen Fluggesellschaft zurückgezogen. Die italienische Regierung reagierte überrascht und sieht Alitalias Position in Europa bedroht. Als Grund für den Rückzug gab KLM die Unsicherheiten über den Flughafen Malpensa und die stockende Alitalia-Privatisierung an. "Nach reiflichen Überlegungen hat die KLM entschieden, dass die Allianz mit der Alitalia nicht machbar ist", teilte niederländische Fluggesellschaft am Freitagabend in einem Communiqué mit. Für die SAirGroup habe das Scheitern der Allianz von KLM und Alitalia keine Bedeutung, sagte SAir-Sprecherin Beatrice Tschanz auf Anfrage. Die Alitalia sei für den Schweizer Luftfahrtkonzern im Moment kein Thema. Man habe im Volare und der Air Europe bereits zwei Partner.
(30.4.2000)
  Kleinflugzeug im Wallis abgestürzt
(Aosta/Bern sda) Ein Flugzeug des Typs Piper PA 28 ist am Donnerstag in der Nähe des Grand-Combin VS abgestürzt. Das Flugzeug wurde am Donnerstagabend um 18.17 Uhr lokalisiert. Alle vier Schweizer Insassen überlebten, teilweise schwer verletzt. Bei den Insassen handelt es sich um Schweizer, zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 27 und 37 Jahren. Zwei von ihnen wurden schwer, die anderen zwei leicht verletzt. Das Flugzeug war von Bern nach Korsika unterwegs. Der letzte Kontakt mit der Maschine fand in der Region von Verbier VS statt. Danach setzte die Piper ihren Flug Richtung Aosta fort. Die Maschine war um 09.30 Uhr gestartet. Der letzte Funkkontakt fand um 10.13 Uhr statt. Die einmotorige Maschine ist in der Schweiz immatrikuliert.
(29.4.2000)
  Deutschland droht Schweiz mit Kündigung
(Waldshut/Berlin sda) Deutschland macht Druck im Streit um das Überfliegen deutschen Gebiets durch Flugzeuge im Anflug auf Zürich-Kloten. Der deutsche Verkehrsminister Reinhard Klimmt droht mit einer Kündigung der Vereinbarung über die An- und Abflugzahlen des Zürcher Flughafens, falls die Schweiz an ihrer starren Haltung festhalte. Die Verhandlungen über einen neuen Staatsvertrag, der die aus dem Jahr 1984 stammende Verwaltungsvereinbarung ablösen soll, laufen auf Fachebene. Die 16 Jahre alte Vereinbarung regelt das durch den Flughafen Zürich-Kloten entstehende Verkehrsaufkommen über den deutschen Landkreisen Schwarzwald-Baar, Waldshut und Konstanz. Die Kündigungsfrist beträgt ein Jahr.
(29.4.2000)
  SAirGroup übernimmt Mehrheit an Sabena
(Brüssel sda) Die SAirGroup erhöht ihren Anteil an der belgischen Fluggesellschaft Sabena auf 85,0 Prozent. Die belgische Regierung und die SAirGroup haben den Vertrag am Mittwoch vor den Medien in Brüssel unterzeichnet. Damit übernimmt die SAir erstmals die Mehrheit an einer ausländischen Airline. Bisher besitzt der Schweizer Luftfahrtkonzern 49,5 Prozent. Belgien behalte 15 Prozent der Sabena-Aktien und erwerbe einen Anteil von 3,3 Prozent an der SAirGroup, teilte das Unternehmen am Mittwoch in einem Communiqué mit. Damit werde der belgische Staat zum grössten Einzelaktionär des Flugkonzerns.
(29.4.2000)
  Wiederaufnahme der Verhandlungen
(Basel sda) Crossair bestätigt die Wiederaufnahme der Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit der Pilotengewerkschaft CCP. Die Gespräche über den GAV sowie die Klärung der Entlassungen von drei Piloten werden parallel geführt. Der Vorschlag, die beiden Verhandlungen parallel zu führen, sei eine "Kompromisslösung", sagte Thomas Brand, Vizedirektor Flotten- und Cockpitpersonal bei Crossair, am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Über das Ergebnis des einberufenen Schiedsgerichts hatte die CCP am Karfreitag mittels Mediencommuniqué informiert. Darin bezeichnete sie das Resultat als "Teilerfolg für die Pilotengewerkschaft".
(25.4.2000)
  LTU-Sanierung: Verhandlungen in vollem Gang
(Zürich sda) Die Belegschaft der angeschlagenen Düsseldorfer Touristikgruppe LTU soll auf zehn Prozent des Lohnes verzichten. Dies fordern LTU-Management und SAir Group im Rahmen des Sanierungsplanes, über den zur Zeit verhandelt wird. Der geforderte Lohnabbau sei zeitlich befristet, bestätigte SAir-Kommunikationschefin Beatrice Tschanz einen Bericht des "SonntagsBlick" gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Zur Diskussion steht gemäss Tschanz eine Zeitlimite von sechs bis 18 Monaten. Die LTU soll in ein bis drei Jahren saniert sein. Tschanz sagte zum Fahrplan: "In drei Jahren ist die LTU spätestens wieder flott". Noch vor den Sommerferien sollen die Verhandlungen über den Sanierungsplan abgeschlossen werden. In England, Frankreich und Deutschland werde zudem "mit möglichen Partnern" für die LTU verhandelt, sagte Tschanz weiter.
(25.4.2000)
  Weitere Sicherheits-vorschriften für MD-11
(Zürich sda) Für MD-11-Flugzeuge hat die US-Luftfahrtbehörde FAA acht weitere Sicherheitsvorschriften erlassen. Die neuen Vorschriften beziehen sich insbesondere auf Verkabelungen und Isolationen und werden ab dem kommenden 19. Mai Gültigkeit haben. Die jüngsten Direktiven für MD-11-Flugzeuge betreffen beispielsweise durchgescheuertes Isolationsmaterial, beschädigte Schaltungen oder andere Feuergefahren, wie ein Swissair-Sprecher auf Anfrage am Donnerstag entsprechende Medienberichte bestätigte. Die soeben erlassenen Sicherheitsvorschriften seien für die Swissair nichts Neues. Auf Grund regelmässiger Checks habe man bereits die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Trotzdem werde man jetzt die gesamte MD-11-Flotte gemäss den FAA-Vorschriften genau überprüfen.
(21.4.2000)
  Steigende Nervosität in Brüssel
(Brüssel/Zürich sda) Während die Mehrheitsübernahme an Sabena durch die SAirGroup näher rückt, macht sich in Brüssel Nervosität bemerkbar. Vorwürfe an Swissair in einem belgischen Zeitungsartikel sind von Sabena und Swissair indes umgehend zurückgewiesen worden. Die SAirGroup, Minderheitsaktionärin an der belgischen Sabena, habe noch vor dem Ja der belgischen Regierung zu einer Übernahme der Mehrheit das Kommando bei Sabena übernommen, schreibt die belgische Tageszeitung "Le Soir" am Dienstag. In einem Artikel werden unter Berufung auf anonyme Quellen Vorwürfe an Swissair wiedergegeben. So heisst es etwa, dass zwar der Sabena-Verwaltungsrat letztlich über die Sabena-Geschäfte zu entscheiden habe, dieser aber nur Swissair-Entscheide vollziehe: "Alles werde in Zürich entschieden, kann man bei Sabena hören".
(19.4.2000)
  Crossair-Piloten wollen Ausstrahlung von "Airline" stoppen
Zürich (pd) Die TV-Soap "Airline" von SF DRS soll ohne Szenen zum Arbeitskonflikt bei der Crossair ausgestrahlt werden. Dies verlangt die Gewerkschaft der Crossair-Piloten (CCP). Auf die Forderung von CCP will SF DRS allerdings nicht eingehen. Die Darstellung des Arbeitskonflikts sei im Sinne einer umfassenden Information ein unverzichtbarer Bestandteil von "Airline", sagte der zuständige Redaktionsleiter Otto C. Honegger auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Der Herausschneiden von bestimmten Szenen und Sequenzen kommt laut Honegger nicht in Frage. Dies hatte die Gewerkschaft Crossair Cockpit Personal (CCP) in einem am Dienstagabend veröffentlichten Communiqué gefordert.
(19.4.2000)
  Jet Aviation: Handling für Austrian und Tyrolean
Zürich (pd) Auf Ende März 2000 hat die Jet Aviation Handling AG die Frachtabfertigung für die Austrian Airlines und die Tyrolean Airways am Unique Zurich Airport übernommen. Die Dienstleistungen umfassen Frachtannahme, Pallettierung und Anlieferung zum Flugzeug sowie die Übernahme der Importgüter vom Flugzeug und deren Auslieferung an die Spediteure. Jet Aviation bedient über 60 Fluggesellschaften in Zürich und beschäftigt in Genf und Zürich über 1000 Fest- und Teilzeitangestellte.
(18.4.2000)
  Zufahrt zum Flughafen Belpmoos zu teuer
Bern (sda) Der Gemeinderat von Belp findet das kantonale Projekt für eine neue Zufahrt zum Flughafen Belpmoos mit 12,5 Mio. Franken zu teuer. In einer Einsprache verlangt er eine kostenmässige Überarbeitung des Projekts, wie er am Montag mitteilte. 12,5 Mio. für eine 2,8 km lange neue Strasse ab Lindenkreisel am südlichen Dorfeingang zum Flughafen sei zuviel, findet der Belper Gemeinderat. Der Gemeinderat verweist auf die schwierige finanzielle Situation des Kantons, die etwa im Spital- und Schulwesen zu rigorosem Sparen geführt habe. Einwände, welche die technische und bauliche Ausgestaltung des Projekts betreffen, seien nicht Gegenstand der Einsprache, heisst es im Communiqué.
(18.4.2000)
  Bundesgericht legt Verhandlungstermin fest
Lausanne/Zürich (pd) Am Bundesgericht in Lausanne wird am 25. Mai über das gute Dutzend Einsprachen gegen die 5. Ausbauetappe des Flughafens Zürich öffentlich verhandelt. Nicht vertreten sein wird die süddeutsche Gemeinde Waldshut. Gemäss bundesgerichtlicher Verfügung werden an der Verhandlung einerseits die Vertreter der Beschwerdeführenden teilnehmen. Auf der Gegenseite werden der Kanton Zürich sowie das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr Energie und Kommunikation (UVEK) ihre Sicht der Dinge darlegen können.
(16.4.2000)
  Polizei jagt Ostblock-Diebe mit Armee-Helikopter
Zürich (pd) Die Baselbieter Polizei jagt Ostblock-Diebe mit einem Armee-Helikopter: Am Donnerstag flog bei einer Grossaktion ein "Super-Puma" mit Wärmekamera über Oberbaselbieter Wälder und suchte Personen- und Diebesgut-Verstecke. Verhaftet wurde niemand. Bei der Aktion "Wald" standen am Donnerstagmorgen 45 Polizisten mit zehn Fahrzeugen, dem Helikopter sowie Hunden im Einsatz. Wegen schlechtem Wetter - teils Schnee - musste der Heli tiefer fliegen als vorgesehen, was zu Lärm-Klagen der Bevölkerung führte. Weitere solche Aktionen seien "bei Bedarf möglich", teilte die Polizei mit.
(15.4.2000)
  Flughafen Basel-Mülhausen legt weiter zu
Zürich (pd) Der Flughafen Basel-Mülhausen legt weiter zu: Im ersten Quartal 2000 wurden mehr Fracht und Passagiere verzeichnet, wie der Flughafen am Freitag mitteilte. Auch die Zahl der Flugbewegungen stieg gegenüber 1999 um sechs Prozent auf 29 571. In den ersten drei Monaten benutzten 779 457 Passagiere den Flughafen; das sind 13 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Auf Linienflüge entfielen 638 139 Passagiere (+13%) und 21 499 Flugbewegungen (+13%). Von den Lininenflügen transportierten 21 115 Passagiere, 152 Fracht, 128 Post, und 104 waren Expressflüge. Die Anzahl der Passagiere, welche auf dem Basler Flughafen nur umsteigen, hat laut Communiqué von 14 auf 20 Prozent zugenommen. Die Luftfracht hat nach einem leichten Rückgang 1999 im ersten Quartal wieder zugenommen: Ihre Summe stieg um vier Prozent auf 27 743 Tonnen.
(15.4.2000)
  Ölverlust bei Crossair-MD80
Zürich (pd) Wie der Fernsehsender Tele24 heute in seiner News-Sendung meldete, musste gestern erneut eine MD80 der Crossair ausserplanmässig landen. Auf dem Flug LX 8941 von Lanzarote nach Zürich hätten die Piloten einen Ölverlust in einem Triebwerk festgestellt und dieses deshalb ausser Betrieb gesetzt. Die Piloten seien anschliessend in Madrid gelandet. Die Passagiere wurden mit einem Ersatzflugzeug nach Zürich überflogen.
(13.4.2000)
  Führungswechsel bei Balair/CTA
Zürich (sda) Die zur SAirGroup gehörende Balair erhält ab 1. Juni eine neue Chefin. Die 38-jährige Zürcher Juristin Catherine Stalker übernimmt als erste Frau die Leitung eines Unternehmens der SAirGroup vom zurücktretenden Klaus Lichtenstein. Lichtenstein, der die Leitung der Balair am 1. Juli des vergangenen Jahres übernommen hatte, sei auf eigenen Wunsch zurückgetreten, teilte die SAirGroup am Dienstag mit. Er werde sich künftig wieder seiner früheren Aufgabe als Chef Operations der Balair widmen. Catherine Stalker war in der SAirGroup zuletzt in der Geschäftsleitung der Flightlease tätig. Die Juristin verfüge zudem über grosse Erfahrungen in den Bereichen Finanzen und Marketing, schreibt die SAirGroup. Catherine Stalker ist die erste Schweizerin, die eine Airline führt.
(12.4.2000)
  Mängel bei der Verkabelung?
Zürich (sda) Die Swissair sieht sich mit neuen Anschuldigungen zum Absturz der MD-11 vor Halifax konfrontiert. Ein amerikanischer Experte wirft der Swissair schwere Mängel bei der Verkabelung vor. Die Swissair hatte Anfang Jahr in Zürich-Kloten eine ihrer Maschinen des Typs MD-11 dem Verkabelungs-Fachmann Ed Block zur Verfügung gestellt. Block richtet nun an die Swissair harsche Vorwürfe. Laut dem Bericht hat Block in einem Flugzeug Funkenspuren in der Verschalung hinter dem Cockpit gefunden, Kabel hätten keine Schutzhüllen gehabt. Zudem habe er Kabelbündel gefunden, in denen Isolierungen von unterschiedlichem Material zusammengefasst seien, was besonders gefährlich sei. Die Swissair bezeichnete in einer Stellungnahme den Untersuchungsbericht als "nicht neutral". Die Swissair kontert: "Der Untersuchungsbericht ist nicht neutral".
(12.4.2000)
  Swissair führt Liste mit sicheren Fluggesellschaften
Zürich (sda) Die Swissair führt eine Liste mit Airlines, die von der Schweizer Fluggesellschaft als sicher eingestuft werden. Wer nicht auf der Liste aufgeführt ist, gilt als riskant. SAir Group-Pressesprecher Jean-Claude Donzel bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda einen entsprechenden Bericht im "SonntagsBlick". Von einer "schwarzen Liste", wie die Zeitung im Titel schreibt, könne aber keine Rede sein. Laut Donzel handelt es sich dabei um ein internes Papier für Dienstreisen. Wenn kein eigenes Flugzeug zur Verfügung stehe, Swissair-Besatzungen aber von einer Destination zur einer anderen verschoben werden müssten, dürften die Besatzungen nur jene Gesellschaften berücksichtigen, die auf der Liste zu finden seien.
(10.4.2000)
  LTU-Sanierung kostet SAir Group 140 Mio. DM
Zürich (sda) Die 49,9-prozentige Beteiligung der SAir Group an der LTU wird zu einer kostspieligen Angelegenheit: Die Schweizer Fluggesellschaft muss 140 Mio. DM (rund 115 Mio. Fr.) für die Sanierung des deutschen Reiseveranstalters zahlen. SAir Group-Pressesprecher Jean-Claude Donzel bestätigte einen entsprechenden Bericht in der Zeitung "Finanz und Wirtschaft" vom Samstag. Danach hat die SAir Group ihre LTU-Beteiligung bereits im letzten Jahr auf Null abgeschrieben.
(9.4.2000)
  Luftverkehrsabkommen macht Fliegen günstiger
Bern (pd) Das bilaterale Luftverkehrsabkommen mit der EU, das bei Annahme in der Abstimmung am 21. Mai im Jahr 2001 wirksam wird, wird in der Schweiz um bis zu zehn Prozent günstigere Flugpreise zur Folge haben. Das sagt eine Nationalfonds-Studie voraus. Die Forscher kommen in der am Dienstag publizierten Analyse zum Schluss, dass das Abkommen eine sehr weitgehende Marktöffnung bewirkt. Sie rechnen mit einem grösseren Angebot ausländischer Fluggesellschaften auf intensiv genutzten Flugrouten, mit neuen Flugverbindungen und mit höheren Frequenzen auf Hauptstrecken. Vorausgesagt wird zudem eine stärkere Konkurrenz zwischen in- und ausländischen Flughäfen um Positionen als Knotenpunkte fürs Umsteigen. Die Schweizer Fluggesellschaften würden unter anderem mit Preissenkungen und neuen Flugzielen reagieren. Gemäss der Studie werden in der Schweiz die Luftbewegungen bis ins Jahr 2020 um voraussichtlich 50 Prozent, die Passagierzahlen und die Gesamtfracht gar um 100 Prozent zunehmen. Die Schweizer Flughäfen würden durch die Zunahme des Luftverkehrs weiter wachsen, aber auch künftig keine zentrale Umsteigefunktion in Europa haben.
(5.4.2000)
  Europakonforme Pilotenausbildung
Zürich (sda) Die Swiss Pilot School Association (Swiss PSA) hat die Euro-Lizenz für ihre Pilotenausbildung erhalten. Ihre Flugschüler werden künftig gemäss den Anforderungen der europäischen Luftfahrtsbehörden ausgebildet. Die Swiss PSA wurde vom Bundesamt für Zivilluftfahrt als Flying Training Organisation (FTO) zertifiziert, wie die Flugschule am Dienstag mitteilte. Absolventen erhalten die neue, europaweit gültige Lizenz der JAA (Joint Aviation Authorities). Die Swiss PSA ist ein Verbund von vier Flugschulen (Fliegerschule Birrfeld, Motorfluggruppe Zürich, Flugsportgruppe Zürcher Oberland und Ausserschwyzerische Fluggemeinschaft). Mit 80 Fluglehrern und 60 Flugzeugen werden Ausbildungsgänge auf allen Stufen angeboten.
(5.4.2000)
  André Dosé im Vorstand der Flight Safety Foundation
Basel (pd) André Dosé, Executive Vice-President und Bereichsleiter Flight Operations der Crossair, ist in den Vorstand der internationalen "Flight Safety Foundation" mit Sitz in Alexandria in den USA gewählt worden. Die 1947 gegründete Flight Safety Foundation wird von 830 Mitgliedern aus 150 Ländern getragen. Sie beschäftigt sich unter der Leitung von Stuart Matthews, President & CEO der Foundation, mit Fragen der Flugsicherheit und deren Optimierung.
(4.4.2000)
  Swissair fliegt Salzburg wieder an
Salzburg (sda) Die Swissair fliegt Salzburg wieder an. Seit 26. März bietet Swissair vier Mal täglich die Verbindung Zürich - Salzburg an. In Kooperation mit Tyrolean betreibt Swissair drei Mal täglich eine Linie von Salzburg nach Brüssel. Mit einem Passagieraufkommen von rund 100 000 Gästen von und nach Zürich ist Salzburg eine der wichtigsten Verbindungen in die Schweiz ab Österreich. Dies erklärte der Direktor von Swissair/Sabena Österreich, Ignazio Strano, bei einem Mediengespräch in Salzburg.
(4.4.2000)
  Birrfeld: Zollflugplatz rückt in greifbare Nähe
Birrfeld (wy) Gute Kunde für den Flugplatz Birrfeld: Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird die Oberzolldirektion in Bern die Bewilligung zur Änderung des Zollstatus erteilen. Abhängig sei dies nur noch von der Zusicherung der Kantonspolizei Aargau. Damit werden die langjährigen Bemühungen des Aero-Clubs Aargau belohnt. Er hat sich seit Jahren für den Erhalt des Zolls im Birrfeld eingesetzt. Für den attraktiven Flugplatz im Aargau bedeutet dies eine Aufwertung, werden doch mit dem möglichen direkten Einflug aus dem Ausland die beschwerlichen Zwischenlandungen auf einem Zollflughafen, wie zum Beispiel Basel, überflüssig.
(1.4.2000)
  Lugano will seinen Flughafen privatisieren
Lugano (sda) Der heute nur von der Crossair bediente Flughafen Lugano-Agno soll zum Anziehungspunkt für weitere Fluggesellschaften werden. Um das zu erreichen, plant Lugano seine Privatisierung. Diese könnte schon vor dem Sommer 2001 Wirklichkeit werden. Die Luganeser Stadtregierung präsentierte am Donnerstag eine Studie eines privaten Beraters, in der die Privatisierung des Flughafens vorgeschlagen wird. Weil der Flughafen im Besitz der Stadt Lugano ist, könne er nicht schnell genug auf die Entwicklungen des Marktes reagieren, hält die Studie fest. Eine private Leitung würde die Bildung von Allianzen mit weiteren Fluggesellschaften erleichtern. Zudem könnte ein - bisher fehlendes - Marketing betrieben werden.
(1.4.2000)
  Vorarlberg beharrt auf Lärmkorsett für Flugplatz Altenrhein
Bregenz (sda) Vorarlberg will vom bestehenden Lärmkorsett für den Flugplatz Altenrhein nicht abrücken. Dies bekräftigte Landeshauptmann Herbert Sausgruber nach einem Gespräch der Regierungen von Vorarlberg und St. Gallen am Donnerstag in Bregenz. Mit dieser Haltung Vorarlbergs wird der St. Galler Wunsch nach einer Aufwertung des Flughafens praktisch verunmöglicht. Der St. Galler Regierungschef, Landammann Walter Kägi, erläuterte die Interessen des Kantons St. Gallen. Dieser beabsichtige keineswegs, in Altenrhein einen internationalen Flughafen zu schaffen. Laut Kägi gebe es derzeit vom unmittelbar an der Grenze zu Vorarlberg gelegenen Flugplatz Altenrhein zwar täglich fünf Flüge nach Wien. In Richtung Westen hingegen fehlten solche Flüge, kritisierte Kägi.
(1.4.2000)


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