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| GESCHICHTE |
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| ZIELSCHLEPPER |
Der fliegende
Fussgängerstreifen (3)
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Aus
Sicherheitsgründen erhielten alle C-3605 eine auffällige,
gelb-schwarze Bemalung
Das Ende
Am 10. April 1987 ging eine kurze Meldung durch die Presse: «Aus
sicherheits- und unterhaltstechnischen Gründen stellt das EMD den Betrieb
der 45jährigen C-3605 Ausbildungsflugzeuge vorläufig ein».
«Vorläufig» wurde zum Definitivum, Hauptursache war einmal mehr
das Triebwerk, während die Zelle unverwüstlich blieb.
Am 12. Dezember 1987 kamen 18 Flugzeuge auf der «Heimatbasis» Lodrino
öffentlich unter den Hammer, zusammen mit einem Ersatzteilager. Zwischen
zehn- und dreissigtausend Franken brachten die einzelnen Maschinen ein, und in
die Bundeskasse konnten am Schluss 274000 Franken einbezahlt werden. Die
privaten Käufer kamen sowohl aus der Schweiz wie auch aus dem Ausland.
Einzelne restaurierten ihre vor der Versteigerung fluguntüchtig gemachten
Maschinen und verfügen damit über eine wahre Rarität. In
Frankreich, Deutschland, den USA und der Schweiz kann man so mit etwas
Glück dem langnasigen Vogel aus dem Zentralschweizer Nest begegnen.
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| Wenig
Unfälle |
| In 15 Jahren ging nur
ein einziger C-3605 verloren, als die Maschine C-529 am 18. Juli 1983 bei
Vernayaz verunglückte. Der Pilot wurde verletzt. Noch glimpflicher verlief
die Notwasserung der Maschine C-552 bei Herthenstein am 23. Oktober 1974. Der
Pilot schwamm unverletzt ans Ufer. Das im See versunkene Flugzeug wurde
gehoben, zum Schulflugzeug mit Doppelsteuer umgebaut und wieder in Dienst
gestellt. |
| Der
spektakulärste Zwischenfall ereignete sich am 15. August 1985: über
Thusis setzte in 4000 Metern Höhe plötzlich das Triebwerk des C-509
aus. Der Pilot funkte einen Notruf, der auch von einem über der
Innerschweiz operierenden Mirage-Pilot gehört wurde, der sofort Richtung
Bündnerland abdrehte, um seinem Kollegen beizustehen. Auf dem Churer
Rossboden rekognoszierte er einen möglichen Notlandeplatz, doch wollte der
C-3605-Pilot lieber auf dem Flugplatz Bad Ragaz notlanden. Der Mirage-Pilot
flog dorthin, um die Situation abzuklären, als der Zielflieger-Pilot
meldete, die Cockpitanzeigen seien ausgefallen und er wisse nicht, ob das
Fahrgestell ausgefahren sei. Daraufhin unterflog der Jet den Havaristen, der
Pilot funkte, alles sei OK und wünschte für die Landung viel
Glück. Beim Endanflug in Bad Ragaz nach 40 Kilometern Gleitflug
setzte der C-3605 mit Rückenwind etwas spät auf, musste scharf
abbremsen, machte einen «cheval-de-bois» und kam schliesslich mit
einem Kopfstand zum Stehen. Der Pilot verliess sein Flugzeug unverletzt, und
die 42jährige Maschine hatte nur geringfügige Beschädigungen
davongetragen. |
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