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Die Arbeit mit
dem Laptop samt Benützung des CD-Laufwerks ist heute, mit Ausnahme bei
Start und Landung, erlaubt Besser auf der vorsichtigen Seite «Weil wir über diese Probleme relativ wenig wissen, sind wir um so vorsichtiger», beschreibt Othmar Hummel die Lage. Der Avionikfachmann in SR Techniks, dem Flugzeug-Unterhaltsbetrieb der SAir-Group, räumt ein, dass die Frage in der Industrie unterschiedlich beurteilt wird. Die Aufsichtsbehörden in den USA spielen sie den Fluggesellschaften zu, in vielen anderen Ländern geschieht ähnliches. Deshalb bestimmen vorwiegend die Airlines, was auf ihren Flugzeugen erlaubt oder verboten ist. Vereinzelt gibt es aber auch gesetzliche Bestimmungen. So im nördlichen Nachbarland, wo seit Februar der Gebrauch von Mobiltelefonen auf deutschen Flugzeugen klar verboten ist. Wer sich nicht daran hält, muss mit Strafe rechnen. Hingegen hat die Lufthansa aufgrund von Tests in bezug auf andere elektronische Apparate mehr Klarheit geschaffen: Abgestimmt mit dem deutschen Luftfahrtbundesamt sind auf den Kranichflugzeugen CD-Players, Laptops mit CD-ROM-Laufwerk, Gameboys, Videokameras und -rekorder sowie LCD-Flachbildschirme im Streckenflug zugelassen. Während Start und Landung muss das alles aber weiterhin ausgeschaltet sein. Die Lufthansaregel weicht grundsätzlich nur wenig von der allgemeinen Praxis ab. Bei Geräten mit Laserabtastung, also CD-Player und CD-ROMs bei Laptops, ist man allerdings nicht überall so tolerant. Dies könnte sich in Zukunft ändern. Der Grund: mit dem Wechsel von älteren auf Flugzeuge neuer Generation entschärft sich das Problem zunehmend. Entgegen der verbreiteten Meinung lassen sich nämlich moderne Flugzeuge von elektronischen Störgeistern viel weniger beeinflussen als ältere DC-10, Boeing 747-200/300 oder MD-80. «Unsere Airbusflotte ist sehr widerstandsfähig», kommentiert Martin Brodbeck, technischer Pilot der Swissair-A320/A330. Interferrenzen, ausgelöst durch Passagiergeräte, hat es bei Swissair hier noch nie gegeben. Kein Pardon hingegen herrscht gemäss Othmar Hummel bei Sendegeräten. Klein-Ueli darf seinen ferngesteuerten Ferrari auch in Zukunft nicht durch die Kabinengänge sausen lassen. Und das Mobiltelefon bleibt weiterhin ausgeschaltet. Zwar hat die Swissair hier Erfahrungen aus der Zeit vor der Satellitentelefonie, als man Handys an Bord abgab und damit bis zum Start telefoniert werden konnte. Trotz vieler Gespräche wurde nie eine Störung der Cockpitvorbereitung registriert: Den Standby-Betrieb von Natels hat man ohnehin kaum im Griff, wird von Airlines eingeräumt. Man denke nur, wenn Passagiere ihr Mobiltelefon im Stand-by-Modus in den Koffer packen, der dann aufgegeben wird; oder einfach vergessen, es auszuschalten. «Stand-by» wird bei der Swissair als nicht problematisch eingestuft, das sogenannte Roaming, das heisst der Impulsaustausch mit der Netzstation, vermag die Bordelektronik nicht zu stören. Erst wenn eine Gesprächsverbindung aufgebaut ist, können die Signale allenfalls stark genug dafür sein. Keine Einschränkungen gibt es bei medizinischen Geräten, wie Herzschrittmacher oder Apparate, die wichtige Körperfunktionen überwachen. Auch tragbare satellitengestützte Navigationsgeräte (GPS) dürfen benützt werden, sofern sie ihre Energie aus Solarzellen oder Knopfbatterien beziehen. |
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