Der Leader
trainiert die Neulinge
Acht Jahre
Patrouille Suisse. Als Senior im Team weiss Markus Thöni um die
Wichtigkeit einer seriösen, sorgfältigen Einführung eines
Neulings in das Programm. Er trainiert mit ihm zwei Wochen lang um dem neuen
Teammitglied Vertrauen zu geben. In grosser Höhe werden Figuren trainiert,
bis der Abstand der beiden Tiger zueinander immer kleiner wird. Erst dann
fliegen der Lehrer und sein Schüler allmählich tiefer.
Bei der Aufführung können nur noch Eingeweihte sagen, welchen Jet der
Neuling pilotiert. Dann spürt er zum ersten mal den Erwartungsdruck,
hört über Funk Fetzen des Applauses am Boden, fokussiert seine ganze
Präsenz auf den Moment, heftet sich näher und noch näher an den
Teamnachbarn, vergisst die Welt um sich und zieht endlich zum Finale Grande
hoch. Und mit dieser Schlussfigur weicht sie, die grösste Anspannung
seines Lebens.
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| Persönlich |
Laufbahn
Markus Thöni durchläuft die übliche
Militärpilotenlaufbahn mit Fliegerischer Vorschulung, Flieger-RS in
Magadino auf PC-7, PIL-S auf Vampire und PIL-OS auf Hunter und anschliessend
Ueberwachungsgeschwader. Zuvor Maturität, zwei Semester Medizinstudium mit
Ziel Sportmedizin. Sagt von sich selbst, nie der fanatische Fliegerfan gewesen
zu sein; hat nie Modellflugzeuge gebaut oder fliegen lassen. Fliegt Mirage als
Aufklärerpilot in der Fliegerstaffel 4 und Tiger in der Patrouille Suisse.
Werden die zusätzlichen F/A-18 innert für ihn nützlicher Frist
angeschafft, ist er für die Umschulung vorgesehen. Fliegt seit acht Jahren
in der Patrouille Suisse mit: «Das war eine extrem ausgefüllte
Zeit», er tippt sich an den Kopf, «so sehr, dass ich gar nicht alles
auf meiner Harddisk speichern kann!»
Höhepunkte sind die jeweils ersten Soloflüge auf den diversen
Flugzeugen, die erste PS-Vorführung, die erste Show in Ambri («Ich
hatte unheimlich Respekt vor diesem engen Tal») und der Mitflug bei den
Frecce Tricolori oder den Red Arrows. |
Familie
Aufgewachsen in Brienz, eine jüngere Schwester und «super
Eltern». Fazit: «Ich hatte eine wunderschöne
Jugend.» |
Freizeit
Sport, Sport und nochmals Sport. Wenn er dazu kommt, entspannt er beim
Tauchen, geniesst das Schweben im Wasser. Immer sucht er seine Grenzen, um sie
zu überschreiten. «Der Mensch ist zu viel mehr fähig, als er
glaubt», ist er überzeugt. |
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