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Beatrice Graf, medizinisch-technische Assistentin, ist
berechtigt, Piloten zu pieksen Flexibilität bei der Selektion Angesichts der Tatsache, dass die Ausbildung zum Militärpiloten aufwendig und kostspielig ist, nimmt die Auswahl der geeigneten Kandidaten eine Schlüsselposition ein. Niemand ist interessiert an Investitionen in potentielle Aussteiger. Suter gibt zu bedenken, dass das Beharrungsvermögen tendenziell geringer geworden ist. Fällt ein Pilot oder eine Pilotin aus, sei es, weil sie den Ansprüchen nicht mehr genügen, sei es, weil sie den persönlichen Entscheid, Militärpilot zu werden, plötzlich in Frage stellen, so werde das entsprechende Dossier auf allfällige Schwachstellen bei der Evaluation untersucht. Um eine möglichst hohe Erfolgsquote zu erreichen, müsse das Selektionsverfahren laufend überprüft und angepasst werden. Was gestern noch galt, kann heute überholt sein. Von den jährlich rund 1000 Bewerbern für die Fliegerische Vorschulung, die einen schriftlichen Test absolvieren, gelangt die Hälfte in eine zweite Wahl, bei der jeder Kandidat und jede Kandidatin einzeln auf die konstitutionelle und charakterliche Eignung für den Militärpilotenberuf geprüft wird. Etwa dreihundert erreichen den Zutritt zur nächsten Stufe. In die Hauptselektion werden jährlich um die 130 Pilotenanwärter und -anwärterinnen aufgenommen. Bei der Hauptselektion für die Fallschirmaufklärer sind es rund 60. Forschung Im Interesse erhöhter Flugsicherheit befasst sich das FAI sowohl mit der Analyse von Flugunfällen wie mit Fragen zur Ausrüstung. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Absturz einer F/A-18 bei Crans-Montana läuft ein Forschungsprojekt, das einen Vergleich zwischen der Verarbeitung von analogen und digitalen Daten durch das menschliche Gehirn zum Gegenstand hat. Die Erfahrung, dass analoge Daten, populär ausgedrückt der «Uhrenladen» im Cockpit, vom Piloten schneller erfasst werden als digitale Angaben, soll wissenschaftlich untersucht werden. In Zusammenarbeit mit der deutschen Luftwaffe, und in Zukunft auch mit Fliegerärzten aus den USA und Kanada, prüft das FAI einen hydrostatischen G-Anzug. Die Erfindung der Schweizer Firma Prospective Concepts hat in Zentrifugenversuchen bisher ermutigende Tendenzen gezeigt. Die Testpiloten attestierten dem Anzug «Libelle» einen weit wirksameren Schutz als dem herkömmlichen Druckanzug. Unter Leitung des FAI und nach einem in Dübendorf entwickelten Studiendesign wurden anfang Juni in der Zentrifugenanlage der deutschen Luftwaffe in Königsbrück bei Dresden wissenschaftliche Daten zum neuen G-Anzug gesammelt. In Prüfung ist auch, ob der hydrostatische Anzug auf irgend eine Art schädliche Auswirkungen zeigt. |
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