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Partner
für sicheres Fliegen (2)
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Besprechung nach dem Check-up. Von rechts: Institutsleiter Dr.
med. Jost Suter, Assistenzarzt Stefan Remensberger, WK-Gast im FAI, Mike van
Berkel, Tiger-Milizpilot, Staffel 13
Körper
und Seele
Das
FAI wurde vor rund 70 Jahren ins Leben gerufen, um Eignungs- und
Kontrolluntersuchungen von Militärpiloten durchzuführen mit dem Ziel,
die Flugsicherheit zu erhöhen. Der Grundgedanke ist der gleiche geblieben,
der Aufgabenkreis hat sich erweitert und verfeinert. Grossen Wert legt das FAI
nebst der medizinischen Prüfung und Beratung seiner Klienten auf deren
psychologische Betreuung. Wer innerlich nicht im Lot ist, ist anfälliger
auf Fehler. So zählt die psychologische Beratung, die bei Bedarf in
Anspruch genommen werden kann, zum festen Angebot des Instituts.
Bei jährlich rund 1400 flugmedizinischen Untersuchungen erfolgen zirka
100, meist vorübergehende Einstellungen im Flugdienst. Bei Lizenzverlust
wegen Krankheit wird die psychologische Begleitung zu einem bedeutenden Faktor.
Ebenso für Piloten, die mit dem altersbedingten Ausscheiden nur schwer
zurecht kommen. Auch bei problemlosen periodischen Kontrollen, die eine
allgemeine Untersuchung mit Prüfung von Seh- und Hörvermögen,
ein Belastungs-EKG sowie Laboruntersuchungen umfassen, wird ein eingehendes
Gespräch zwischen dem Piloten, dem behandelnden Arzt und einem leitenden
Arzt geführt. Wie der gute Hausarzt, versteht sich das FAI als
Institution, die den Menschen als Ganzes betrachtet und auch bereit ist, sein
persönliches Umfeld zur Kenntnis zu nehmen.
Mit dem Hilfseinsatz in Albanien hat das FAI, zusammen mit der Luftwaffe,
Neuland betreten. Es gilt, nicht allein die medizinische Versorgung unter
erschwerten Bedingungen zu gewährleisten, sondern Piloten und
Flugzeugmechanikern in einer belastenden Situation mentale Unterstützung
zu bieten. Über Erfolge, Sorgen und Ängste offen zu reden, erachtet
Jost Suter als sehr wichtig, damit der einzelne nach persönlichen
Kräften richtig eingesetzt werden kann. Während seiner Anwesenheit im
Camp hat der Fliegerarzt die Bestätigung erhalten, dass auch «hart
gesottene Krieger» Zuwendung zu schätzen wissen.
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