ZIVILLUFTFAHRT
BUSINESS AVIATION

Basel: BBJ bringt Arbeit (2)
 
Schreinerarbeit
Traditionelle Handwerksbetriebe
Designer sind gefragt
Auch Airbus bald in Basel
Schreiner
In der Schreinerei entstehen die Innenausbauten der Kabine in sorgfältiger Einzelanfertigung
 
Traditionelle Handwerksberufe
Jet Aviation ist für solche Aufträge prädestiniert. Hier werden seit 1977 Geschäftsflugzeuge aller Grössen und Fabrikate Umgebaut, ausgebaut und gewartet. Nebst vielen anderen Typen wurden auch schon zwei mehrere B.727, B.737, B.757 und B.767 in «Executive Jets» verwandelt. In der Flugzeugwerft arbeiten derzeit gegen 700 Mitarbeiter. Ein schöner Teil der Jobs entfällt auf traditionelle Handwerksberufe wie Sattler und Schreiner. Serienarbeit ist hier eine Seltenheit. Vom Lear Jet bis zur B.767, vom Falcon bis zur Citation, vom Airbus bis zum Jet Star - alle waren schon da. Staatsmaschinen diverser Regierungen, VIP-Jets von Privatpersonen oder die Corporate Jets grosser multinationaler Konzerne erhalten hier ihren inneren Charme und die technische Ausrüstung.
 
Ausbau Cockpit
Das Cockpit wird gemäss den Kundenwünschen konfiguriert
Die BBJs werden in einem Zustand nach Basel überflogen, den man als «grün» bezeichnet. Markant ist das Fehlen des Farbanstrichs; der grüne Zink-Chromat Schutzlack ist für die Bezeichnung verantwortlich. Bei der Ankunft sind Cockpits und Tankanlage standardmässig installiert, die Kabine ist leer. Zunächst wird die Treibstoffkapazität vergrössert. Bis zu neun Zusatztanks können in die Frachträume eingebaut werden. Dies erhöht die Reichweite auf maximal 6200 nautische Meilen (rund 11 000 Kilometer). Später gefertigte Exemplare werden mit den zusätzlichen Tanks direkt durch deren Herstellerfirma bestückt werden. Das Cockpit wird nach den Wünschen des Kunden ausgerüstet. Bei der ersten Maschine wird zusätzlich zu der Standardausrüstung des Airliners ein «Head Up Display» installiert. Spätere BBJs werden mit grossen Winglets ausgerüstet werden, welche den Treibstoffverbrauch senken und die Flugzeuge auch äusserlich unterscheidbar machen. Diese Änderung ist ab dem achten Exemplar fest eingeplant.

 
 

 
   
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