ZIVILLUFTFAHRT
AIRBUS A330

Keine Sorgen mit dem Nachwuchs (3)
 

Bedeutendste Umflottung
Alleits gut benotet
Der richtige Mix
Motorisierter Segelflieger
Individueller Service in SRTechnics
 
Der richtige Mix
Marco Müller bleibt nicht lange bei solchen Szenarien. Aus Pilotensicht ist der Entscheid für eine reine Airbusflotte ein Quantensprung. «Wir sind als erste weltweit daran, intensiv Erfahrungen mit «Mixed Fleet Flying» zu sammeln. Ein Pilot, der die Lizenz für einen Kurzstreckenjet aus der A320-Familie und genügend Erfahrung hat, darf nach einem nur zehntägigen Differenzkurs auch das Langstreckenflugzeug A330 fliegen. Die gleiche Cockpitauslegung und die moderne Fly-by-Wire-Steuerung machen es möglich.
 
«Dies ergibt nicht nur mehr Flexibilität bei der Planung, sondern auch interessantere Einsatzformen für die Piloten», präzisiert Marco Müller. Zudem verringern sich mit dem Wachsen der Nur-Airbus-Flotte die Umschulungen zwischen den einzelnen Typen gewaltig; statt Monate (z. B. MD-11 auf A320) dauern sie nur noch Tage.
 
Ein deutliches Plus an Produktivität ist allen willkommen. Airbus Industrie verfolgt die Entwicklung bei Swissair aufmerksam. Für das europäische Konsortium ist diese Kommunalität bei Verkaufsgesprächen Gold wert.

 
Der Arbeitsplatz des A330-Piloten Nach nur zehn Tagen Differenzkurs fühlt sich ein erfahrener A320-Pilot auch im Cockpit des Langstreckenflugzeuges A330 zu Hause

Weil Swissair sich hier Neuland zu eigen macht, geht man äusserst behutsam vor. Ein Pilot muss sich vorerst 15 Monate während 600 Flugstunden mit der Fly-by-Wire-Philosophie auf der A320-Familie vertraut gemacht haben. Nach dem Differenzkurs wird zur Gewöhnung einen Monat ausschliesslich auf A330 geflogen. Erst dann können beide Typen gemischt werden, allerdings nicht am gleichen Tag. Denn, so der Chefpilot, wenn auch das Cockpit praktisch gleich ist, sind es doch zwei verschiedene Flugzeuge, nicht nur grössen-, sondern auch systemmässig. In der Ausbildung wird dies speziell beachtet. «Unsere Erfahrungen sind gut, bisher ist es praktisch problemlos gelaufen», freut sich Marco Müller. «Jetzt macht sich bezahlt, dass wir schon bei der Grundselektion sehr hohe Ansprüche stellen und das Niveau auch weiter halten.»

 

 
     
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