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Das Fliegen nach Instrumenten
ist heute auch in der Grundausbildung ein wichtiges ElementKlassengesellschaft Durch die Aufteilung in Registered Facility (RF) und Flying Training Organisation (FTO) entsteht auf dem Markt der Flugschulen eine völlig neue Situation. Die einfachste Form einer Flugschule stellt die Restricted Facility dar. In einer RF können nur die Ausbildung zur Privatpiloten Lizenz sowie nationale Erweiterungen wie Flugzeugschlepp, Kunstflug oder die Motorseglererweiterung absolviert werden. Den RF stehen die FTO's gegenüber. Eine Flight Training Organisation kann von der Private Pilot Licence (PPL) bis zur Airline Transport Pilot Licence (ATPL) alle Ausbildungsstufen anbieten. Die Anforderungen an eine FTO sind allerdings hoch, so müssen z.B. Bedingungen in Bezug auf die Infrastruktur (Flugplatz und Schulungsräume), Flugzeuge und Personal erfüllt werden. Alleine die Bedingung, mit einem vollbeladenen Schulflugzeug am heissesten Tag im Abflug ein Hindernis in einer Mindesthöhe von 15m überfliegen zu können, schliesst einige Flugplätze als Basis für eine FTO aus. Die weiteren Bedingungen lassen die zu erwartende Zahl der schweizerischen FTO's weiter schrumpfen. Kooperationen von einzelnen Schulen scheinen zur Zeit die beste Lösung darzustellen. Die Grossen im Land (Swissair Aviation School, Crossair Training Center und Horizon) haben sich bereits zur Kooperation entschlossen. Eine weitere Unterscheidung wird es zwischen der sogenannten integrierten und der modularen Ausbildung geben, die von den FTO's angeboten werden. Die modulare Ausbildung entspricht weitgehend der heute bekannten Ausbildung, bei der über einen längeren Zeitraum berufsbegleitend von der PPL über die CPL/IR bis zur ATPL alle Lizenzen erworben werden. Im integrieten Kurs wird das Fliegen einem Studium gleich vom Anfang bis zur ATPL durchgezogen. Dies bedeutet, dass der angehende Pilot rund 100000 Franken aufbringen muss und dabei keine Möglichkeit hat, nebenbei etwas zu verdienen. Die Swissair gewährt geeigneten Kandidaten eine Art Stipendium für die Ausbildung, der grösste Teil der angehenden Piloten wird jedoch andere Geldgeber finden müssen. In vielen Fällen startet der künftige Pilot mit Schulden in seine Zukunft. Ausbildungsziel muss klar sein Wer in einem integrierten Kurs seine Ausbildung absolviert, wird am Ende mit einer CPL/IR mit frozen ATPL abschliessen, eine PPL ist aber nicht darin enthalten. Dies bedeutet, dass der Airline-Pilot der Zukunft nur dann mit Kleinflugzeugen fliegen darf, wenn er den modularen Weg beschritten hat oder wenn er im integrierten Kurs mit etwas Zusatzaufwand eine PPL erwirbt. Wie sich diese Veränderungen auswirken werden ist noch nicht klar. Angehende Piloten müssen sich in Zukunft im klaren sein, ob sie die Privatpilotenausbildung als Ziel haben oder ob eventuell eine spätere Weiterausbildung zum Berufs- oder Linienpiloten auf der Wunschliste steht. Vor allem Piloten, die bereits eine PPL besitzen und in einen integrierten Lehrgang wechseln wollen, werden vor neuen Hürden stehen. Da die integrierten Kurse nicht gleich aufgebaut sind wie modulare Lehrgänge wird die bereits erworbene Flugerfahrung nur noch zum Teil angerechnet werden können (maximal 50 Prozent, höchstens 40 Stunden). Nur wenige Flugschulen wissen bis zum heutigen Datum, welche Ausbildungen sie ab dem 1. Juli anbieten werden und wie die Schule zugelassen sein wird (RF oder FTO). Da das BAZL voraussichtlich erst im Juni das Zertifikat als NAA erhält, wird es kaum möglich sein, alle Flugschulen fristgerecht auf den 1. Juli als FTO's zuzulassen. Alle Flugschulen erhalten daher automatisch auf den 1. Juli den Status einer Restricted Facility und werden damit in die Lage versetzt, Ausbildungen nach JAR anbieten zu können. |
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