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Zwischen den
Fingerdocks A und B entsteht das neue Airside Center, das mit unterirdischen
Zugängen mit dem Dock Midfield (oben Mitte) verbunden ist Der erweiterte Umweltbericht Am 23. Februar dieses Jahres wurde der erweiterte Umweltverträglichkeitsbericht vorgestellt. Er brachte Zahlen zutage, die wesentlich von den ursprünglichen abwichen. So wurden die Prognosen für die Flugbewegungen von 250000 bis 280000 (für 1999) auf weit über 300000 nach oben korrigiert, und diese Zahl könnte sich bis ins Jahr 2001 auf gut 400000 (ohne General Aviation) erhöhen. Dies bringt entsprechende Mehrbelastungen durch Lärm und Schadstoffe mit sich. Gemäss Bundesgericht ist der Flughafen Zürich eine übergeordnete Verkehrsanlage analog den Nationalstrassen. Damit sind auch Privilegien verbunden, und der Ausbau wird trotz der erheblichen Umweltbelastungen als vertretbar angesehen. Da keine Massnahmen in Sicht sind, welche diese Belastungen reduzieren könnten, müssen sie im Sinne der nationalen Bedeutung des Verkehrsknotenpunktes in Kauf genommen werden. So die Schlussfolgerungen des Berichtes. Verbreitete Unsicherheit Die Reaktionen auf diese Aussichten liessen nicht auf sich warten. Von «Bankrotterklärung der Zürcher Regierung» bis «in der Gesamtschau vertretbar» reicht das Spektrum der Verlautbarungen. Misstrauisch wurden auch grundsätzlich positiv eingestellte Flughafenanwohner. Zu dieser Unsicherheit trugen auch die im Rahmen des Sachplanes Infrastruktur Luftverkehr SIL vom Bundesamt für Zivilluftfahrt BSZL publizierten Lärmzonen bei, für die aber keine Lärmgrenzwerte definiert wurden. Unsicherheit und Unzufriedenheit herrscht auch beim Gewerbe in der Region. Ihm wurde seinerzeit eine belebende Wirkung auf das Baugewerbe versprochen. Errechnet wurden bis zur Vollendung der 5. Bauetappe Investitionen von einer Million Franken pro Arbeitstag. Aber: «Bis heute konnte noch kein einziger Kubikmeter Aushub weggeführt, keine einzige Ladung Beton ausgebracht und keine einziger Nagel eingeschlagen werden», stellte Regierungsrat Ernst Homberger bei der Vorstellung des erweiterten Umweltberichtes fest.
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Verselbständigung oder Privatisierung? Weitere Verunsicherung wurde mit der Ankündiung hervorgerufen, dass der Flughafen verselbständigt werden soll. Der Regierungsrat des Kantons Zürich strebt dies an. Geplant ist, die Flughafendirektion Zürich FDZ aus der kantonalen Verwaltung herauszulösen und mit der Flughafen Immobilien Gesellschaft FIG in einer gemeinsamen Unternehmung zusammenzuführen. Die neue Gesellschaft soll auch an der Schweizer Börse kotiert werden. Diese Pläne verunsichern die direkt Betroffenen ebenfalls, befürchten sie doch, die als «Privatisierung» wahrgenommene Veränderung würde ihre Mitspracherechte und Einflussmöglichkeiten noch mehr reduzieren. Umstritten ist auch, ob diese Verselbständigung wirklich so rasch vonstatten gehen müsse, ist doch geplant, die entsprechende Vorlage noch im alten, mehrheitlich flughafenfreundlichen Rat durchzubringen. Am 18. April wird der Kantonsrat neu gewählt. Für die Befürworter des Ausbaues muss der Bau für die 5. Bauetappe möglichst umgehend beginnen. Eine weitere Verzögerung birgt die Gefahr in sich, dass es einmal zu spät sein wird, um die verlorene Zeit noch aufzuholen, dass die Zukunft quasi verflogen ist. Wenn erneut Einsprachen erfolgen, kann sich der Baubeginn nochmals um zwei bis drei Jahre verzögern. «Es muss zu denken geben, dass das Bewilligungsverfahren länger dauert als der Bau selber» äusserte Regierungsrat Ernst Homberger zur jetzigen Situation. |
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